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Die Geschichte der Toilette: WCs von gestern, heute und morgen

Als wir von WC FRISCH 1968 den ersten WC-Stein zum Einhängen auf den Markt brachten, schrieben wir damit ein Stück Geschichte. Die Geschichte der Toilette reicht aber noch viel weiter zurück: Private und öffentliche Latrinen gab es schon in der Antike. In technologischer Hinsicht hat die Toilette viele Neuerungen erfahren, doch stets waren die Menschen bestrebt, sie zu einem Ort der Ruhe und Schönheit zu machen.

Die Toilettenhistorie ist eine reiche Inspirationsquelle für das Toilettendesign von heute. Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise und entdecken Sie Ihr nächstes Design ...

Hic manebimus optime! – gesellige Latrinen bei den Römern

Körperhygiene-Rituale spielten in antiken Kulturen eine wichtige Rolle. Vor allem die Römer widmeten sich mit großer Hingabe der Gestaltung und Pflege ihrer öffentlichen Badehäuser und Latrinen. Diese waren öffentliche Treffpunkte, an denen man Politik und Geschäftliches besprach, während man „sein Geschäft verrichtete“. Auch wenn das Konzept des Gemeinschaftsklos auf den modernen Menschen abschreckend wirken mag, kann man die Eleganz und Schönheit römischer Latrinen nur bewundern und sich davon inspirieren lassen. Besonders die herrlichen Mosaike des alten Roms lassen sich effektvoll in modernen – privaten – Toiletten reproduzieren.

Schicke Nachttöpfe – die Geschichte der Toilette am Tiefpunkt

Mit dem Niedergang des Römischen Reiches verschlechterte sich auch für Jahrhunderte die Toilettenkultur. Die komplexen Sanitär- und Bewässerungssysteme der Antike wurden vernachlässigt, sie verfielen und gerieten allmählich in Vergessenheit. Die nächste nennenswerte Neuerung in der Geschichte der Toilette war der Nachttopf. Dieses simple Utensil wurde unter Betten oder in Schränken aufbewahrt; alles, was darin landete, wurde aus dem Fenster entleert. Das einzig Schöne an diesem Vorgang waren die Töpfe selbst, die mitunter sehr kunstvoll verziert waren.

Ein alter Nachttopf macht sich im Badezimmer als Deko-Objekt auch heute noch sehr gut – er kann beispielsweise als Übertopf für eine Topfpflanze dienen. Und falls alle Stricke reißen und einen die modernen Sanitäranlagen einmal im Stich lassen, erfüllt er wieder seinen ursprünglichen Zweck.

Übrigens war es die Zeit des im Leibstuhl integrierten Nachttopfes, die der Toilette ihren Namen verlieh. Ursprünglich bezeichnete die „Toilette“ in Frankreich den Vorgang des Ankleidens, Schminkens und Frisierens. Weil in den Ankleidezimmern der Damen bei Hofe auch die Leibstühle standen, blieb diese Bezeichnung im Laufe der Geschichte der Toilette am Klosett haften.

Viktorianische Toiletten – als Britannien über die Gewässer herrschte

Das viktorianische England liebte seine Toiletten! Schließlich war es ein Engländer, der britische Dichter Sir John Harrington, Patensohn von Königin Elisabeth I., der 1596 die erste Spültoilette erfand. Es sollte allerdings noch 200 Jahre dauern, bis der Mechaniker Alexander Cumming das Wasserklosett mit der Erfindung des Siphons komplettierte und so die breite Akzeptanz der neuen Toiletten beförderte.

Für die Briten waren die neuen Toiletten ein Symbol für Fortschritt und ihre industrielle Macht. Mit den ersten, 1851 eröffneten öffentlichen Toiletten und dem Abwassersystem, das noch heute als Wunderwerk gilt, galt London als Vorreiter für moderne öffentliche Sanitäranlagen. Der Stolz der Briten auf ihre modernen Sanitäranlagen spiegelte sich im Toiletten-Design wider. In jedem Haushalt, der etwas auf sich hielt, gab es aufwendig lackierte Toilettenschüsseln und verzierte Spülkästen. Es war das Goldene Zeitalter in der Geschichte der Toilette!

Noch heute sind viktorianische Toiletten bei wohlhabenden Briten sehr beliebt. Der Markt ist geradezu überschwemmt mit authentisch wirkenden Nachbauten. Doch seien Sie gewarnt: Wenn Sie eine Toilette im Stil des 19. Jahrhunderts installieren wollen, werden Sie dafür tief in die Tasche greifen müssen.

Verspielte Kunstwerke – Toiletten im Jugendstil

Die nächste Innovation im Toiletten-Design entstand auf der anderen Seite des Ärmelkanals. In der Blütezeit des Art nouveau verwandelten sich vor allem in Paris viele öffentliche Gebäude in anmutige, schöne Kunstwerke, das galt auch für die öffentlichen Toiletten. Das wohl berühmteste Beispiel dafür ist die Damentoilette La Madeleine. Doch auch an die Herren der Schöpfung wurde gedacht – noch heute findet man in ganz Paris hübsch verzierte Pissoirs. Da die Stücke mit den auffälligen floralen Elementen nur selten nachgebaut werden, sind Toilettenschüsseln und Waschbecken aus der Epoche des Jugendstil nur schwer zu finden. Am häufigsten werden die Muster des Art nouveau auf Tapeten reproduziert. Sofern Sie einen entsprechenden Anbieter finden, können Sie immerhin die Wände Ihres WCs mit den floralen Dekors dieser Zeit schmücken.

Die Moderne – anständige Toiletten für alle

Im Europa der Nachkriegszeit galt das Motto „anständiges Wohnen“ für alle, und dieser Demokratisierungsprozess machte auch vor den Toiletten nicht halt. Durch die aufkommende Massenproduktion verlor die Toilette ihr exklusives Flair; moderne Modelle sahen relativ nichtssagend aus. Die Designer der 50er-, 60er- und 70er-Jahre versuchten, die schlichten Formen mit Farbe aufzupeppen – der Trend ging hin zu kräftigem Beige, Grün und Orange oder zu bunten Streifen. Mittlerweile sind die bunten Toiletten weitgehend vom Markt und aus den Badezimmern verschwunden; die Modelle von heute kommen meist in schlichtem Weiß daher. Das mag zweckdienlich sein, doch Retro-Fans werden den spektakulären Farben des Mid Century nachtrauern. Zum Glück bieten einige Hersteller ihre Sanitärelemente weiterhin auch in farbigen Varianten an.

Die smarte Toilette der Zukunft

Wie wird die Geschichte der Toilette weitergehen? Die Toilette der Zukunft ist das ultimative High-Tech-Gerät. Japan mit seinen volltechnisierten Toiletten ist der Trendsetter im internationalen Toilettenbau. In Zeiten des Internets der Dinge könnten die asiatischen Trends auch bald den europäischen Markt erobern. Und wer weiß: Vielleicht sitzen auch wir bald auf High-Tech-Geräten, die heiße Luft auf unser Hinterteil pusten und noch viel mehr können. Die smarte Toilette von morgen wird unser Leben nicht nur komfortabler, sondern auch gesünder machen: dank verbesserter Hygiene-Technik und Verfahren zur Analyse der Ausscheidungen. Die neuesten Toilettenmodelle auf dem Markt erlauben sogar einen Toilettengang ganz ohne Handeinsatz, für ein Maximum an Hygiene. Eingesetzt werden dafür: Stimmaktivierung, automatisch höhenregulierte WC-Brillen, automatische Spülung und ein „Zauberstab“, der einem hinterherputzt.

Doch das ist noch nicht alles. Dank intelligenter Toiletten-Technologien könnten Gesundheitskosten in Milliardenhöhe eingespart werden. In einige wenige hypermoderne Haushalte hat die Stuhl- und Urin-Analyse bereits Einzug gehalten. Die Toilette untersucht die Ausscheidungen auf Krankheiten wie Diabetes und leitet die Messdaten an den Heimcomputer oder an einen Gesundheitsdienstleister weiter. Wenn Sie (sehr viel) Geld übrig haben, stehen Ihnen diese intelligenten Technologien schon heute zur Verfügung. Als Pionier der Toiletten-Technik wird Ihnen der Neid Ihrer Gäste sicher sein und Ihre Toilette wird garantiert zum Gesprächsthema.

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